Ramadan-Kalender Deutschland
Wann ist Ramadan? Termine für 2026 und 2027
Der Ramadan, der neunte Monat im islamischen Mondkalender, ist die Fastenzeit für Musliminnen und Muslime weltweit. Weil sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet, verschiebt sich das Datum jedes Jahr um etwa 10 bis 11 Tage nach vorn. Ramadan 2026 ist bereits vorbei (19. Februar bis 19. März 2026) – auf dieser Seite findest du deshalb vor allem die Termine für Ramadan 2027, den nächsten anstehenden Fastenmonat, dazu einen Rückblick auf 2026 und eine Übersicht über weitere Jahre.
Aktualisiert 2026-08-26 · Quelle: Koordinationsrat der Muslime (KRM)
Ramadan 2027: Die wichtigsten Termine
Nach der astronomischen Vorausberechnung beginnt Ramadan 2027 voraussichtlich am Montag, 8. Februar 2027, und endet nach 29 oder 30 Tagen am 8. oder 9. März 2027. Direkt danach folgt das Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr (auch Zuckerfest oder Ramazan Bayramı genannt), voraussichtlich am 9. März 2027.
Das genaue Datum wird erst kurz vorher endgültig bestätigt: In Deutschland richtet sich die Mehrheit der Gemeinden nach der Sichtung der Mondsichel, die vom Koordinationsrat der Muslime (KRM) offiziell bekannt gegeben wird – meist nur wenige Tage vor dem eigentlichen Beginn. Manche Gemeinden folgen stattdessen einer festen astronomischen Berechnung. Kleine Abweichungen von einem Tag zwischen einzelnen Moscheegemeinden sind deshalb normal.
Ramadan 2026 im Rückblick
Der letzte Ramadan hat bereits stattgefunden: Die muslimische Gemeinschaft in Deutschland hat den Fastenmonat 2026 offiziell am Donnerstag, 19. Februar 2026, begonnen (Bekanntgabe des Koordinationsrats der Muslime, KRM). Ramadan 2026 endete am 19. März 2026, gefolgt vom Zuckerfest kurz danach. Wer nach "ramadan 2026 deutschland", "wann war ramadan 2026" oder "wann fängt ramadan an 2026" gesucht hat: Der Fastenmonat 2026 ist damit abgeschlossen, der nächste ansteht im Februar 2027 (siehe oben).
Wie wird der Ramadan-Termin bestimmt?
Der Ramadan folgt dem islamischen (Hijri-)Kalender, einem reinen Mondkalender mit 12 Monaten zu je 29 oder 30 Tagen. Ein Mondjahr hat dadurch etwa 354 Tage – rund 11 Tage weniger als das gregorianische Sonnenjahr, nach dem sich unser Alltag richtet. Deshalb wandert der Ramadan-Beginn jedes Jahr um etwa 10 bis 11 Tage nach vorn und durchläuft im Lauf von ungefähr 33 Jahren einmal alle vier Jahreszeiten.
Der genaue Start des Monats hängt traditionell von der Sichtung der Mondsichel (Hilal) ab. Manche Länder und Gemeinden verlassen sich auf eine tatsächliche Sichtung mit bloßem Auge, andere auf astronomische Berechnungen, die den Neumond exakt vorhersagen. Beide Methoden führen meistens, aber nicht immer, zum selben Datum – daher können Ramadan-Termine zwischen verschiedenen Ländern und Gemeinden um einen Tag voneinander abweichen.
- Islamischer Kalender: 12 Mondmonate, ca. 354 Tage pro Jahr
- Verschiebung: ca. 10–11 Tage früher als im Vorjahr
- Bestimmung: Mondsichtung (Hilal) oder astronomische Berechnung
- Volle Umrundung aller Jahreszeiten: ca. alle 33 Jahre
Fastenzeit, Iftar und Suhoor: Die wichtigsten Begriffe
Während des Ramadan verzichten gläubige Musliminnen und Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Rauchen. Das Fasten (Sawm) gilt als eine der fünf Säulen des Islam. Zwei Mahlzeiten strukturieren den Tag:
- Suhoor – die letzte Mahlzeit vor Sonnenaufgang, kurz vor Beginn der Fastenzeit
- Iftar – das Fastenbrechen bei Sonnenuntergang, traditionell mit einer Dattel und Wasser eingeleitet
- Laylat al-Qadr ("Nacht der Bestimmung") – eine der letzten ungeraden Nächte des Ramadan, gilt als die heiligste Nacht im islamischen Kalender
- Taraweeh – zusätzliche nächtliche Gebete, die viele Gemeinden während des gesamten Ramadan abhalten
Ramadan-Termine im Überblick: 2023 bis 2028
Weil sich der Ramadan-Beginn jedes Jahr verschiebt, hier eine Übersicht der bestätigten und voraussichtlichen Termine für Deutschland – nützlich, wenn du nach einem bestimmten Jahr suchst (z. B. "ramadan beginn 2023" oder "wann fängt ramadan an 2024"):
| Jahr | Beginn (ca.) | Ende (ca.) | Status |
|---|---|---|---|
| 2023 | 23. März 2023 | 20./21. April 2023 | Archiv |
| 2024 | 11. März 2024 | 9./10. April 2024 | Archiv |
| 2025 | 1. März 2025 | 29./30. März 2025 | Archiv |
| 2026 | 19. Februar 2026 | 19./20. März 2026 | Abgeschlossen (bestätigt) |
| 2027 | 8. Februar 2027 | 8./9. März 2027 | Nächster Ramadan (Vorausberechnung) |
| 2028 | 28. Januar 2028 | 26. Februar 2028 | Vorausberechnung |
Alle Termine außer 2026 (bestätigt vom KRM) basieren auf der astronomischen Vorausberechnung und können sich je nach Mondsichtung um einen Tag verschieben. Für das jeweils aktuelle Jahr gilt immer die offizielle Bekanntgabe der örtlichen Gemeinde oder des Koordinationsrats der Muslime.
Herkunft und Bedeutung des Ramadan
Der Ramadan erinnert an den Monat, in dem laut islamischer Überlieferung der Koran erstmals dem Propheten Muhammad offenbart wurde. Das Wort "Ramadan" leitet sich vom arabischen "ramida" ab, was so viel wie "brennende Hitze" oder "Trockenheit" bedeutet – ein Hinweis auf die Zeit vor der Kalenderreform, als der Monat regelmäßig in die heißen Sommermonate fiel. Das Fasten während des Ramadan (arabisch: Sawm) gehört zu den fünf Säulen des Islam, neben dem Glaubensbekenntnis, dem täglichen Gebet, der Almosengabe (Zakat) und der Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch). Für gläubige Musliminnen und Muslime ist der Ramadan eine Zeit der Selbstdisziplin, der spirituellen Reflexion, verstärkten Gebets und der Solidarität mit Bedürftigen.
Weltweit begehen schätzungsweise fast zwei Milliarden Muslime den Ramadan – in unterschiedlichem Ausmaß je nach persönlicher Frömmigkeit, Gesundheit und Lebensumständen. Auch in Deutschland leben mehrere Millionen Musliminnen und Muslime, für die der Ramadan einer der wichtigsten Abschnitte im religiösen Jahr ist.
Ramadan-Termine für andere Länder und Regionen
Die auf dieser Seite genannten Daten beziehen sich auf Deutschland und die Bekanntgabe des Koordinationsrats der Muslime (KRM). In anderen Ländern kann das offizielle Datum um einen Tag abweichen, je nachdem ob dort die lokale Mondsichtung, eine zentrale astronomische Berechnung oder die Ankündigung eines anderen Landes (häufig Saudi-Arabien) maßgeblich ist. Innerhalb Deutschlands orientiert sich die überwiegende Mehrheit der Moscheegemeinden an der KRM-Bekanntgabe, sodass die hier genannten Termine für die allermeisten Gemeinden zutreffen – bei Unsicherheit lohnt sich dennoch ein kurzer Blick auf die Ankündigung der eigenen Gemeinde vor Ort.
Fasten im Ramadan: Regeln und Ausnahmen
Während der Fastenzeit verzichten praktizierende Musliminnen und Muslime tagsüber – von der Morgendämmerung (Fajr) bis zum Sonnenuntergang (Maghrib) – vollständig auf Essen, Trinken, Rauchen und intime Beziehungen. Nach Sonnenuntergang und vor der Morgendämmerung sind Essen und Trinken wieder erlaubt. Nicht jeder ist zum Fasten verpflichtet: Der Islam sieht mehrere anerkannte Ausnahmen vor.
- Kinder vor der Pubertät sind vom Fasten befreit
- Schwangere und stillende Frauen können das Fasten aufschieben oder durch Spenden ersetzen
- Menschen mit chronischen Erkrankungen oder akuten Beschwerden sind ausgenommen
- Reisende dürfen das Fasten unterbrechen und später nachholen
- Ältere Menschen, für die das Fasten eine Gesundheitsgefahr darstellt, sind befreit
Ramadan in Deutschland: Alltag, Moscheen und Gemeinschaft
In Deutschland ist der Ramadan kein gesetzlicher Feiertag – Schulen, Behörden und die meisten Arbeitsplätze laufen während des Fastenmonats regulär weiter. Trotzdem prägt der Ramadan das Leben vieler muslimischer Familien und Gemeinden spürbar: Moscheegemeinden organisieren gemeinsames Fastenbrechen (Iftar), zusätzliche Abendgebete (Taraweeh) und häufig auch offene Iftar-Veranstaltungen, zu denen auch Nicht-Musliminnen und Nicht-Muslime eingeladen sind. In vielen Städten mit größerer muslimischer Bevölkerung verlängern Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte ihre Öffnungszeiten rund um die Iftar-Zeit, und Vereine organisieren Spendenaktionen für Bedürftige – die Zakat al-Fitr, eine besondere Pflichtabgabe, wird traditionell vor dem Ende des Ramadan entrichtet.
Für Arbeitgeber und Schulen ist es üblich, auf individuelle Bedürfnisse fastender Kolleginnen, Kollegen oder Schülerinnen und Schüler Rücksicht zu nehmen, etwa bei der Pausenplanung – eine gesetzliche Pflicht dazu besteht in Deutschland allerdings nicht.
Gebetszeiten, Suhoor und Iftar berechnen
Die genaue Uhrzeit für Suhoor (letzte Mahlzeit vor Fastenbeginn) und Iftar (Fastenbrechen) hängt vom Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am jeweiligen Wohnort ab – und damit auch von der geografischen Breite und der Jahreszeit. Weil Ramadan 2027 im Februar/März liegt, sind die Fastentage in Deutschland vergleichsweise kurz: Die Fastenzeit beginnt in den frühen Morgenstunden und endet bereits am späten Nachmittag oder frühen Abend, deutlich kürzer als bei einem Ramadan im Hochsommer. Genaue tagesaktuelle Gebetszeiten für den eigenen Wohnort veröffentlichen die meisten Moscheegemeinden vor Ort sowie spezialisierte Gebetszeiten-Kalender.
Ein Grund, warum sich viele Menschen jedes Jahr neu über Ramadan-Termine informieren: Weil sich der Beginn um 10 bis 11 Tage nach vorn verschiebt, ändert sich auch die Jahreszeit, in der gefastet wird – und damit die Länge des Fastentags spürbar. Ein Ramadan im Winter (wie 2027) bedeutet kurze Fastentage von teils unter 11 Stunden, ein Ramadan im Hochsommer dagegen deutlich längere Fastenzeiten von bis zu 17 Stunden oder mehr, je nach Breitengrad.
Wie lange dauert der Ramadan?
Der Ramadan dauert entweder 29 oder 30 Tage – die genaue Länge hängt wieder von der Mondsichtung ab. Ausführliche Informationen zur Fastenzeit, den Regeln und Ausnahmen findest du auf unserer Fastenzeit-im-Islam-Seite. Wenn dich speziell das Enddatum und die letzten Tage des Fastenmonats interessieren, lies unsere Seite Wann endet Ramadan?. Und für alles rund um das Fest nach dem Fasten: Eid al-Fitr / Bayram.
Häufig gestellte Fragen
Wann beginnt Ramadan 2027?
Wann endet Ramadan 2027?
Wann war Ramadan 2026 in Deutschland?
Warum verschiebt sich der Ramadan-Termin jedes Jahr?
Wie lange dauert die Fastenzeit im Ramadan?
Was ist der Unterschied zwischen Ramadan und Eid al-Fitr?
Ist Ramadan ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland?
Können sich die Ramadan-Termine noch ändern?
Wer muss im Ramadan nicht fasten?
Was bedeutet das Wort Ramadan?
Was ist Laylat al-Qadr?
Warum ist der Ramadan 2027 kürzer/frühere als 2026?
Fasten alle Muslime im Ramadan gleich lang pro Tag?
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